Was bedeutet eigentlich „Ganzheitliches Ernährungscoaching“?

Was bedeutet eigentlich „Ganzheitliches Ernährungscoaching“?

Vielleicht kennst Du meine Story und Du weißt, dass Übergewicht und die “richtige” Ernährung schon von Kindesbeinen eine große Rolle in meinem Leben gespielt haben. Es ging immer darum, was ich esse und dass ich ja nicht zu viel esse. Ich habe unzählige Diäten gemacht und immer wieder ging mein Gewicht auf und ab. Nie habe ich es geschafft mein Gewicht zu halten. Ich war echt frustriert. Ich habe immer die beneidet, die ohne schlechtes Gewissen alles gegessen haben was sie wollten und was ihnen geschmeckt hat.  Selbst meine Ausbildung als Ernährungsberaterin war mir da keine große Hilfe. Ich habe es nicht verstanden und war ziemlich ratlos. Möglicherweise kennst Du diese Gefühle auch sehr gut.

Die große Wende kam während meines Burnouts. Warum gerade da? Nun, ich fing an mich mit mir selbst zu beschäftigen. Ich begann zu hinterfragen, was ich wirklich will und welche alten Glaubenssätze aus der Vergangenheit mich immer noch behinderten. Oh, da war viel gedanklicher Müll und viel in meinem Unterbewusstsein verankert, was überhaupt nicht hilfreich war.

Meinen Körper hatte ich gar nicht mehr richtig wahrgenommen. Er hatte zu funktionieren und ich wollte mich nicht groß mit ihm beschäftigen. Und wenn doch, dann nur um ihn zu optimieren, um mich zu optimieren und leistungsfähiger zu sein.

Dieser Weg war eine ziemliche Einbahnstraße. Und es dauerte lange bis ich Möglichkeiten fand, um zu wenden.  Psychotherapie, Coachings und Yin Yoga brachten mich langsam wieder zu mir selbst und auf den Weg zum „Ganzheitlichen Ernährungscoaching“.

Ich begann zu begreifen, dass die Ernährung nur einen ganz kleinen Teil der Herausforderung „Übergewicht“ ausmacht (ca. 5 %). Der viel, viel größere Teil ist in unserem Unterbewusstsein verankert. Wie beim Autofahren tun wir immer und immer wieder die gleichen Dinge. Es spult sich ganz automatisch ab. Wir haben eine lebenslange Erfahrung abgespeichert. 95 % laufen in unserem Unterbewusstsein ab.

Eine kurzfristige Diät oder auch Ernährungsumstellung hilft da wenig. Es ist wie ein Kreislauf. Du isst anders und weniger und nach einiger Zeit kehrst Du wieder zu Deinen „normalen“ Verhaltensmustern zurück. Du isst wieder genau wie vorher oder auch mehr und das Gewicht klettert wieder nach oben.  Der JoJo-Effekt lässt grüßen. und das Übergewicht bleibt. Beim „Ganzheitlichen Ernährungscoaching“ steht nicht zuerst die Veränderung Deiner Ernährung im Mittelpunkt, sondern erst einmal DU! Was willst Du wirklich und warum willst Du das? Du gibst die Verantwortung für Dich und Dein Leben nicht an irgendein Konzept ab, sondern beschäftigst Dich mit Dir und Deinen Wünschen, Deinen Glaubenssätzen aus der Vergangenheit. Du nimmst Dein Unterbewusstsein mit ins Boot Du lernen Körper wieder neu kennen und fühlen.

Und ja, Du schaust Dir auch Deine Ernährung an. Was kannst Du verändern? Welche Lebensmittel kannst Du austauschen? Wo kannst Du Kalorien einsparen? Welche Ernährungsweise könntest Du Dir langfristig vorstellen. Was kannst Du mit Familie und Beruf vereinbaren? Welche Bewegungsart liegt Dir?  Was machst Du wirklich so gerne, dass Du nicht nach 3 Wochen genervt aufgibst.

Ganzheitliches Ernährungscoaching ist individuell! So individuell, wie Du es bist! So viele Frauen haben sich damit abgefunden, dass sie von einem Programm zum anderen springen und sind frustriert, weil sich langfristig nichts ändert. Willst Du ein leichtes Leben oder weiter “diäten”?

Wenn Du immer wieder das tust,

was Du immer schon getan hast,

dann wirst Du immer wieder das bekommen,

was Du immer schon bekommen hast.

Wenn Du etwas Anderes haben willst,

musst Du etwas Anderes tun!

Und wenn das, was Du tust,

Dich nicht weiterbringt,

dann tu etwas völlig anderes,

statt mehr vom gleichen Falschen!

Paul Watzlawick, österr. Philosoph, 1921 – 2007

Zucker, das süße Gift!

 

Morgen ist Aschermittwoch und die Fastenzeit beginnt. Für viele ist es eine Möglichkeit um den Zucker zu reduzieren bzw. in diesen sieben Wochen ganz auf Zucker zu verzichten.  Auch wenn Du darüber nachdenkst abzunehmen, kommst Du um das Thema Zucker nicht herum. Denn Zucker ist in aller Munde! 

Wir kennen Zucker als Lebensmittel im Haushalt in Form von Streu-, Würfel- oder Puderzucker.

Ursprünglich wird das Naturprodukt Zucker in Ländern mit gemäßigtem Klima aus Zuckerrüben und in tropischen und subtropischen Anbaugebieten aus Zuckerrohr gewonnen.

Die ältesten Zuckerrohr-Funde gehen auf das Jahr 8.000 v. Chr in Melanesien, Polynesien zurück. In früheren Zeiten ein Luxusgut, das sich nur wenige leisten konnten, ist er heute überall zu finden.  Heute zählt Zucker zu den nach  Wert und Volumen wichtigsten, weltweit gehandelten Agrarprodukten. Im Zeitraum 2017/2018 wurden in Deutschland etwa 5,1 Mio.Tonnen Zucker hergestellt. Im Vergleich dazu waren es 2016/2017 noch 3,6 Mio. Tonnen.

Warum, denkst Du vielleicht, hacken auf einmal alle auf dem Zucker herum. Zucker esse ich doch so lange ich denken kann und früher hat niemand etwas gegen Zucker gehabt. Naja, doch schon. Es hieß immer Zucker macht die Zähne kaputt. Aber ansonsten? Zucker ist ein Geschmacksträger. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Oma immer eine Prise Zucker in die Salatsoße gegeben hat.

 

Früher war alles anders (besser???). Blöder Spruch, ich weiß. Jedoch gab es früher nicht so viele industriell vorbereitete Produkte wie heute. In all diesen vorbereiteten Produkten ist Zucker enthalten und zwar mehr als uns gut tut. Die Industrie ist da sehr erfinderisch und gibt dem Kind viele Namen

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Raffinose
  • Glukose
  • Fruktosesirup oder Fruktose-Glukose-Sirup
  • Glukosesirup, Glukose-Fructose-Sirup oder Stärkesirup
  • Karamellsirup
  • Laktose
  • Maltose oder Malzextrakt
  • Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin
  • Süßmolkenpulver
  • Gerstenmalz/Gerstenmalzextrakt

Insgesamt gibt es mehr als 70 Namen für Zucker. Da ist man als Verbraucher ganz schön gefragt. Wer will schon immer die Zutatenliste lesen, wenn er einkaufen geht. Doch ganz ehrlich, wenn Du Deinem Körper und damit Dir etwas Gutes tun möchtest, dann wäre es gut in Zukunft darauf zu achten.

Zucker ist an sich nicht schlecht. Es versorgt die Zellen mit Energie. Wir alle kennen das, Traubenzucker gibt uns verlorene Energie wieder zurück. Viele Kohlenhydrate und auch Fette werden in mehreren Prozessen zu einfachen Zuckermolekülen gespalten. Doch hier zeigt sich bereits das Problem: Im Alltag greifen wir gut und gerne zu fertigen und kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Hinzu kommen zuckerhaltige Getränke und schon wird unser Körper von Zucker regelrecht überrollt.

Dadurch können sich Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislaufstörungen einstellen und natürlich Adipositas. Man vermutet, dass auch die Entstehung von Krebs durch Industriezucker begünstigt wird.

Fest steht, dass die Deutschen viel zu viel Zucker essen. Wir nehmen pro Person im Durchschnitt ca. 90 g pro Tag zu uns. Die WHO (Weltgesundheitsbehörde) empfiehlt ca. 30 g.

Zucker hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Er macht schlaff, antriebslos, müde, depressiv und krank. 

Wenn Du mal mit offenen Augen durch den SB-Markt gehst, dann denk mal darüber nach, ob es früher z.B. so viel verschiedenes “aromatisiertes Wasser’ gab, ob Deine Mutter für alle Gelegenheiten “Knorr Fix ” brauchte oder ob es total übersüsstes Joghurt gab, usw, usw. Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass gerade versucht wird die Limonade wieder salonfähig zu machen? Limonade wird im Lebensmittelhandel gerade zum In-Getränk gepusht. Sehr fantasievolle Zusammenstellungen werden da angeboten, die auch sehr gesund aussehen. Die tollsten Sorten werden in attraktiven Flaschen angeboten, so hat z. B. eine bekannte Firma, die vorher nur Säfte vertrieben hat, eine Limo auf den Markt gebracht. Diese Limo hat 8,8 g Zucker pro 100 ml. In der Flasche sind 0,25 l, d.h. 22 g. Zur Erinnerung, die WHO empfiehlt 30 g pro Tag.    Und die “Wohlstandskrankheiten” steigen immer mehr, weil uns suggeriert wird, dass wir das alles brauchen und wir verlernt haben, dass man auch mit einfachen Lebensmitteln sehr gut und gesund leben kann. Wir müssen die Verantwortung für das, was wir essen selbst behalten und genau schauen was mir gut tut und was nicht.

Damit Du auf eine schmackhafte Limonade nicht verzichten musst, habe ich hier ein leckeres Rezept für Dich. Das Gute ist, dass auch noch der Stoffwechsel angeregt wird und die Limonade beim Abnehmen hilft.

Ein Landarzt aus dem US-Bundesstaat Vermont soll entdeckt haben, dass die hausgemachte Limonade Switchel, die man in seiner Region so gern trank, nicht nur lecker war und erfrischte. Wer sie regelmäßig konsumierte, nahm auch leichter ab, weil Switchel den Stoffwechsel und die Verdauung anregte. Der Arzt DeForest Clinton Jarvis war davon beeindruckt und nahm es in sein Buch über volkstümliche Heilmethoden auf. 

Hier das Rezept für Euch:

1 Liter Wasser

8 Teelöffel Apfelessig

1 Stück Ingwer, etwa einen Zentimeter lang

1 Teelöffel Honig

Gib Wasser und Apfelessig in eine Karaffe. Den Ingwer kannst du reiben oder kleinschneiden, bevor du ihn ebenfalls hinzugibst. Die Mischung stellst Du eine Stunde in den Kühlschrank, dann filtere den Ingwer heraus. Jetzt kannst du noch einen Teelöffel Honig (oder Ahornsirup) dazugeben.

Fertig ist eine gesunde schmackhafte Limonade. Lass es Dir gut schmecken!

Wie Du mit “positiver Gesundheit” die beste Version von Dir erschaffst?

Wenn es Positive Gesundheit gibt, dann muss es auch negative Gesundheit geben. Oder?

Als negative Gesundheit bezeichnet man die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung, weil alleine die Abwesenheit von einer Krankheit oder Behinderung nicht heißt, dass man vollständig gesund ist.  Und sich alleine auf Krankheit zu konzentrieren macht nicht gesund!  Gesundheit ist  so viel mehr, bedeutet das Vorhandensein von Lebensqualität, Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit vorhandenes Potenzial zu leben und noch weiter auszubauen.

Vor fünf Jahren schmiss ich von einem auf den anderen Tag alles hin. Die mühsam aufrecht erhaltene Fassade brach in sich zusammen und aus vermeintlicher Gesundheit wurde Krankheit. Eine psychische Krankheit, die mich noch lange begleiten sollte. Und dass, obwohl ich vom lieben Gott die Gabe bekommen habe immer nach Lösungen und Auswegen zu suchen, handlungsfähig zu bleiben. Genau das bedeutet auch “Positive Gesundheit”.  Allerdings muss man nicht warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, so wie ich das immer getan habe. Heute kenne ich meinen Körper ganz genau. Ich habe ein Gespür dafür, ob es ihm gut geht oder nicht. Ich reflektiere, was ich verändern kann und schenke mir Liebe und Aufmerksamkeit. Ich achte auf eine gesunde vegetarische Ernährung und auf ausreichend Bewegung. Yin Yoga hilft mir meinen Körper liebevoll zu spüren.

 

 

 

Die Menschen sind mit immer weniger Gesundheit zufrieden

In unserer heutigen schnelllebigen Welt haben gerade Frauen ein großes Problem durch Doppel- oder Dreifachbelastung. Ab Mitte 40 stehen sie voll im Berufsleben. Hinzu kommen pubertierende Kinder, Haushalt und Beziehung, evtl. kränkelnde Eltern. Der Beginn Wechseljahre fällt auch in diesen Lebensabschnitt. Viel Zeit für die eigenen Bedürfnisse bleibt da nur wenig und kleinere „Wehwehchen“ stellen sich ein. Diese kleinen Beschwerden können zu ernsthaften körperlichen Krankheiten führen, verursacht durch falsche Ernährung und Stress. Seelische Probleme entstehen durch Überforderung , die schließlich in ein Burnout münden können. Vielleicht hast Du Dich auch schon gefragt: “War das alles?” oder “Soll das mein Leben gewesen sein.”

Vielleicht kennst auch Du genau das, was mich eine lange Zeit begleitete. Es gibt kleine Anzeichen, denen Du bisher keine große Aufmerksamkeit geschenkt hast. Oft bist Du abends todmüde und schläfst schon vor der Tagesschau auf der Couch ein. Möglicherweise wirst Du nachts wach und grübelst über Deine Probleme. Dein Körper schmerzt und Du weißt nicht, wo es herkommt. Es kann auch sein, dass Dein Arzt die Diagnose Fettleber, beginnende Diabetes oder Bluthochdruck gestellt hat. Mit ernstem Gesicht eröffnet er Dir: “Sie müssen schnellstmöglich etwas verändern.” Und irgendwie hast Du das Gefühl, dass alles über Dir zusammenbricht. Du kannst es keinem recht machen, schon gar nicht Dir selbst.

Der Mensch, ein ganzheitliches Wesen

Beim positiven Gesundheitscoaching wird der Mensch ganzheitlich betrachtet. Die Belastungen werden genau definiert. Stressoren können Überstunden, Leistungsdruck, Konflikte sein. Aber auch Probleme in Familie oder Beziehung. Oft vermischen sich die Probleme auch. Selbstverantwortung und Selbstbestimmtheit sind wichtige Faktoren. Du hast die Freiheit zu entscheiden, welche Belastungen reduziert werden sollen. Welche Ressourcen willst Du stärken? Was kannst Du tun, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen?

Zu den Ressourcen zählen persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten, förderliche Glaubenssätze sowie die Unterstützung durch Familie und Freunde.  Durch eine Ernährungsumstellung, das Erlernen von Entspannungsverfahren und Körpergefühl können neue Prozesse angestoßen werden. Die Selbstermächtigung wird in Gang gesetzt. “You will feel empowered!”   Hilflosigkeit entwickelt sich zu einem neuen Selbstbewusstsein. Das Leben kommt wieder in eine gesunde Balance.

Spaß haben und Freude am Leben spüren

Endlich mal wieder tun, was Dir Spaß macht, Dich und Deine Bedürfnisse wichtig nehmen. Treffen mit Freundinnen,  Zeit für Entspannung und für lange Spaziergänge. Spaß mit der Familie und Freude am Essen. Einfach mal NICHTS TUN!  Für viele ist “nichts tun” unvorstellbar, weil sie es negativ mit “Faulheit” besetzen.

Das positive Gesundheitscoaching ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Es ist  vielmehr als Ergänzung und Unterstützung zu den schulmedizinischen Methoden zu sehen. Im positiven Gesundheitscoaching lernst Du Deine Gesundheit selbstverantwortlich zu fördern oder wiederherzustellen.  Du bekommst eine neue positive Sichtweise auf Dein Leben. Du fühlst Dich wieder gesund und vital.

Vorbeugen ist immer besser als heilen! Doch auch Deine Heilung kannst Du positiv unterstützen. Sobald Du ins Handeln kommst und die volle Verantwortung für Dich, Deinen Körper und Deine Seele übernimmst, dann kann Heilung geschehen.

Neue Gewohnheiten für 2021 und was Achtsamkeit damit zu tun hat!

Neue Gewohnheiten für 2021 und was Achtsamkeit damit zu tun hat!

Neue Gewohnheiten für 2021 und was Achtsamkeit damit zu tun hat!

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Zugegeben, die meisten Menschen sind froh, dass 2020 endlich abgehakt werden kann und schauen mit großer Hoffnung auf 2021. Die Motivation ist  meist sehr hoch, neue Gewohnheiten sollen her und das verändern, was im alten Jahr mal wieder nicht geschafft wurde.

Das wissen auch die Frauenzeitschriften und die Fitnessstudios.

Am Anfang des Jahres wetteifern die Zeitschriften um die beste Diät und die Fitnessstudios schließen die meisten Verträge ab. Die Motivation ist groß, dass es dieses Jahr endlich klappt. Doch wie lange hält die Neujahrsmotivation? Meist werden die Vorsätze ganz schnell über Board geworfen. Die alten Gewohnheiten klopfen wieder an und wollen ernst genommen werden. „Eigentlich war es doch ganz gut so wie es war. Willst Du Dich Dein ganze Leben einschränken, auf alles was Dir gut schmeckt verzichten?“ Nein, natürlich willst Du das nicht und je mehr Du darüber nachdenkst umso mehr kommst Du zu der Überzeugung, dass Du Dein Vorhaben ja erst mal verschieben kannst. Bis zum Sommer ist ja noch ein bisschen Zeit und Du errätst es sicher schon auch vor dem Sommerurlaub locken die Zeitschriften mit Diäten.

Ein ewiger Kreislauf,  der eigentlich keinen Spaß macht und bei dem wir doch immer wieder gerne mitspielen und der oft auch noch dazu beiträgt, dass die Pfunde nicht schmelzen sondern immer mehr werden. Warum ist das so und kann man wirklich gar nichts dagegen tun?

Sind wir unseren Gewohnheiten total ausgeliefert?

Nein, natürlich nicht! Es gibt einen Ausweg aus diesem Dilemma und dieser Weg ist vielleicht anders als Du ihn Dir vorstellst. Zunächst einmal hilft es die schlechten Gewohnheiten zu verstehen. Schlechte Gewohnheiten sind gut, denn sie helfen Dir Dich besser zu fühlen. Hast Du Stress, bist ängstlich oder traurig. Dann hilft es doch Schokolade zu essen oder einen Film im Fernsehen anzuschauen und das Fitnessstudio zu verschieben.  Wie schön ist es sich zu belohnen, wenn tagsüber viel zu tun war und der Chef nervig gewesen ist. Wir sind so konditioniert, wenn es uns schlecht geht belohnen wir uns mit schlechten Gewohnheiten und dann geht es uns wieder gut. Das ist doch paradox, oder? Das alles läuft sozusagen auf Autopilot. Und leider hilft es uns überhaupt nicht, denn es verändert sich nichts. Probleme lösen sich nicht indem man sich seinen schlechten Gewohnheiten hingibt.

Was hilft uns also aus diesem Teufelskreis auszusteigen?

Du kannst Deine Gewohnheiten durch Achtsamkeit, durch beobachten ändern. Beobachtung ist das Herz der Achtsamkeit.

Was genau ist damit gemeint und wie funktioniert das? Beobachten bedeutet nicht zu werten, einen Schritt zurück gehen und sich die Situation anzuschauen, gegenwärtig zu sein. Du nimmst wahr, was in diesem Moment geschieht ohne die Situation zu bewerten. Du hältst inne und atmest, bist ganz bewusst bei Dir, fühlst und nimmst Deine Gefühle wahr. Und Du begreifst, dass Du kein Problem mit einer schlechten Gewohnheit lösen kannst, dass sich nichts verändert sondern so bleibt und eventuell noch schlimmer wird. Das ist ein erster Schritt um Gewohnheiten und negative Gefühle aufzudecken und das Verlangen nach Belohnung  zu erkennen.

Erkennen und wahrnehmen was gerade passiert.

Du fühlst Dich gestresst und es zieht Dich wie magisch zu Deiner Gewohnheit. Es passiert nicht einfach und es ist wichtig, dass zu erkennen. Du versuchst ein unangenehmes Gefühl mit einer schlechten Gewohnheit zu bekämpfen und hast Verlangen nach einem bestimmten Essen, nach Schokolade oder Chips, oder, oder …

Und jetzt das Verlangen bekämpfen? Nein, akzeptiere das, was gerade ist. Akzeptiere, dass es dieses Verlangen in Dir gibt und verurteile Dich nicht. Nimm Dich gedanklich in den Arm und gehe liebevoll mit Dir selbst um.

Es geht nicht darum etwas loszuwerden sondern wahrzunehmen und herauszufinden wie das Verlangen wächst und welche Gefühle Du in diesem Moment hast. Es geht darum, Dich ganz genau zu beobachten, so als würdest Du einen Vogel im Baum beobachten, Deine Gedanken zu beobachten und die gute Nachricht ist, Du musst Deinen Gedanken nicht glauben. Keiner Deiner Gedanken ist die absolute Wahrheit, es sind nur Gedanken von denen Du Dich distanzieren kannst. Du bist nicht Deine Gedanken!

Deine Gefühle machen den Unterschied.

Je besser Du sie wahrnehmen und benennen kannst, je mehr Du sie fühlst umso schneller wird es verschwinden. Wir sind darauf konditioniert Gefühle zu unterdrücken. Gefühle zu haben gilt als schwach und wir wollen uns am liebsten gar nicht damit beschäftigen. Dabei ist es so wichtig Gefühle zu fühlen und zu benennen. So wie sich die Gefühle dann auflösen, löst sich auch das Verlangen nach Essen oder sonstigen schlechten Gewohnheiten auf.

Fühlst Du Dich gut? Nimm es wahr und genieße es!

Fühlst Du Dich schlecht? Nimm es wahr, akzeptiere es und beobachte Dich ganz genau. Und dann stehe dazu wie Du Dich fühlst und fühle das Gefühl ganz intensiv! Gute Gefühle zu fühlen, dass mögen die meisten Menschen. Die negativen Gefühle wollen sie loswerden, doch auch die gehören zu uns und wollen gesehen und gefühlt werden.

Das ist der Schlüssel, um die Vorsätze in 2021 endlich wahr werden zu lassen. Gefühle zu fühlen, sich selbst anzunehmen, mit allem was Dich ausmacht und mit guten sowie mit schlechten Gefühlen!

Ich wünsche Dir, dass 2021 für Dich zu einem einzigartigen Jahr voller Wunder wird.

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