Neue Gewohnheiten für 2021 und was Achtsamkeit damit zu tun hat!

Neue Gewohnheiten für 2021 und was Achtsamkeit damit zu tun hat!

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Zugegeben, die meisten Menschen sind froh, dass 2020 endlich abgehakt werden kann und schauen mit großer Hoffnung auf 2021. Die Motivation ist  meist sehr hoch, neue Gewohnheiten sollen her und das verändern, was im alten Jahr mal wieder nicht geschafft wurde.

Das wissen auch die Frauenzeitschriften und die Fitnessstudios.

Am Anfang des Jahres wetteifern die Zeitschriften um die beste Diät und die Fitnessstudios schließen die meisten Verträge ab. Die Motivation ist groß, dass es dieses Jahr endlich klappt. Doch wie lange hält die Neujahrsmotivation? Meist werden die Vorsätze ganz schnell über Board geworfen. Die alten Gewohnheiten klopfen wieder an und wollen ernst genommen werden. „Eigentlich war es doch ganz gut so wie es war. Willst Du Dich Dein ganze Leben einschränken, auf alles was Dir gut schmeckt verzichten?“ Nein, natürlich willst Du das nicht und je mehr Du darüber nachdenkst umso mehr kommst Du zu der Überzeugung, dass Du Dein Vorhaben ja erst mal verschieben kannst. Bis zum Sommer ist ja noch ein bisschen Zeit und Du errätst es sicher schon auch vor dem Sommerurlaub locken die Zeitschriften mit Diäten.

Ein ewiger Kreislauf,  der eigentlich keinen Spaß macht und bei dem wir doch immer wieder gerne mitspielen und der oft auch noch dazu beiträgt, dass die Pfunde nicht schmelzen sondern immer mehr werden. Warum ist das so und kann man wirklich gar nichts dagegen tun?

Sind wir unseren Gewohnheiten total ausgeliefert?

Nein, natürlich nicht! Es gibt einen Ausweg aus diesem Dilemma und dieser Weg ist vielleicht anders als Du ihn Dir vorstellst. Zunächst einmal hilft es die schlechten Gewohnheiten zu verstehen. Schlechte Gewohnheiten sind gut, denn sie helfen Dir Dich besser zu fühlen. Hast Du Stress, bist ängstlich oder traurig. Dann hilft es doch Schokolade zu essen oder einen Film im Fernsehen anzuschauen und das Fitnessstudio zu verschieben.  Wie schön ist es sich zu belohnen, wenn tagsüber viel zu tun war und der Chef nervig gewesen ist. Wir sind so konditioniert, wenn es uns schlecht geht belohnen wir uns mit schlechten Gewohnheiten und dann geht es uns wieder gut. Das ist doch paradox, oder? Das alles läuft sozusagen auf Autopilot. Und leider hilft es uns überhaupt nicht, denn es verändert sich nichts. Probleme lösen sich nicht indem man sich seinen schlechten Gewohnheiten hingibt.

Was hilft uns also aus diesem Teufelskreis auszusteigen?

Du kannst Deine Gewohnheiten durch Achtsamkeit, durch beobachten ändern. Beobachtung ist das Herz der Achtsamkeit.

Was genau ist damit gemeint und wie funktioniert das? Beobachten bedeutet nicht zu werten, einen Schritt zurück gehen und sich die Situation anzuschauen, gegenwärtig zu sein. Du nimmst wahr, was in diesem Moment geschieht ohne die Situation zu bewerten. Du hältst inne und atmest, bist ganz bewusst bei Dir, fühlst und nimmst Deine Gefühle wahr. Und Du begreifst, dass Du kein Problem mit einer schlechten Gewohnheit lösen kannst, dass sich nichts verändert sondern so bleibt und eventuell noch schlimmer wird. Das ist ein erster Schritt um Gewohnheiten und negative Gefühle aufzudecken und das Verlangen nach Belohnung  zu erkennen.

Erkennen und wahrnehmen was gerade passiert.

Du fühlst Dich gestresst und es zieht Dich wie magisch zu Deiner Gewohnheit. Es passiert nicht einfach und es ist wichtig, dass zu erkennen. Du versuchst ein unangenehmes Gefühl mit einer schlechten Gewohnheit zu bekämpfen und hast Verlangen nach einem bestimmten Essen, nach Schokolade oder Chips, oder, oder …

Und jetzt das Verlangen bekämpfen? Nein, akzeptiere das, was gerade ist. Akzeptiere, dass es dieses Verlangen in Dir gibt und verurteile Dich nicht. Nimm Dich gedanklich in den Arm und gehe liebevoll mit Dir selbst um.

Es geht nicht darum etwas loszuwerden sondern wahrzunehmen und herauszufinden wie das Verlangen wächst und welche Gefühle Du in diesem Moment hast. Es geht darum, Dich ganz genau zu beobachten, so als würdest Du einen Vogel im Baum beobachten, Deine Gedanken zu beobachten und die gute Nachricht ist, Du musst Deinen Gedanken nicht glauben. Keiner Deiner Gedanken ist die absolute Wahrheit, es sind nur Gedanken von denen Du Dich distanzieren kannst. Du bist nicht Deine Gedanken!

Deine Gefühle machen den Unterschied.

Je besser Du sie wahrnehmen und benennen kannst, je mehr Du sie fühlst umso schneller wird es verschwinden. Wir sind darauf konditioniert Gefühle zu unterdrücken. Gefühle zu haben gilt als schwach und wir wollen uns am liebsten gar nicht damit beschäftigen. Dabei ist es so wichtig Gefühle zu fühlen und zu benennen. So wie sich die Gefühle dann auflösen, löst sich auch das Verlangen nach Essen oder sonstigen schlechten Gewohnheiten auf.

Fühlst Du Dich gut? Nimm es wahr und genieße es!

Fühlst Du Dich schlecht? Nimm es wahr, akzeptiere es und beobachte Dich ganz genau. Und dann stehe dazu wie Du Dich fühlst und fühle das Gefühl ganz intensiv! Gute Gefühle zu fühlen, dass mögen die meisten Menschen. Die negativen Gefühle wollen sie loswerden, doch auch die gehören zu uns und wollen gesehen und gefühlt werden.

Das ist der Schlüssel, um die Vorsätze in 2021 endlich wahr werden zu lassen. Gefühle zu fühlen, sich selbst anzunehmen, mit allem was Dich ausmacht und mit guten sowie mit schlechten Gefühlen!

Ich wünsche Dir, dass 2021 für Dich zu einem einzigartigen Jahr voller Wunder wird.